Treue

Eigentlich wollten Jeany & Flo diese Folge über Kommunikation und Streitkultur machen, aber die Vorbereitung auf dieses komplexe Thema dauert länger als gedacht. Stattdessen unterhalten die beiden sich über das Thema Treue und was dahinter steckt: wie der Begriff definiert ist, welchen Stellenwert Treue hat und was Untreue ist. Im Intro erfahrt ihr noch von einem Spendenaufruf für sharing ist caring, den ihr hier unterstützen könnt: https://www.paypal.com/pools/c/8p66EYkbK1

Die Folge startet mit der Erkenntnis, dass Treue eigentlich zwei Bedeutungen hat: sexuelle Treue in einer Beziehung und Loyalität wie bei einem “treuen Hund”. Jeany & Flo fragen sich auch, warum sich so viele Menschen Treue wünschen, aber trotzdem so viel fremdgehen – und was Untreue überhaupt ist.

Es folgt ein kleiner Konstruktiver Krawall: unzählige Websites versprechen dir, anhand von Warnzeichen herauszufinden, ob dein*e Partner*in treu ist. Es gibt sogar Treuetester*innen bei denen sich Jeany & Flo einig sind: Sowas geht gar nicht!

Wie die beiden Treue in alternativen Beziehungen definieren und warum Treue für die beiden “kein Thema” mehr ist, erfahrt ihr am Ende der Folge.

Denkst du oft darüber nach, ob dein*e Partnerin treu ist? Was bedeutet Treue für dich? Und hast du schonmal Treue “getestet”? Schreib uns deine Rückmeldung in die Kommentare – wir freuen uns!

Update

Flo sagt an einer Stelle “Jeder Mensch kontrolliert ausschließlich seine/ihre eigene Sexualität.” – dabei lässt er außer acht, dass die eigene Sexualität von vielen verschiedenen Faktoren (über die man teilweise überhaupt keine Kontrolle hat) beeinflusst wird. Beispiel: ich oute mich als schwul und werde diskriminiert und angefeindet. Ab diesem Punkt kontrollieren bzw. verändern die äußeren Einflüsse vielleicht sogar meine eigene Sexualität, indem ich sie verstecke oder gar überlege, sie nur heimlich oder gar nicht auszuleben.

Eine bessere Formulierung (und das, was Flo eigentlich meinte) ist: “Niemand hat das Recht, eines*r Anderen Sexualität zu kontrollieren.”

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2 Gedanken zu „Treue“

  1. Vielen lieben Dank Jeany und Flo für eure Einsichten!

    Ich musste sehr oft lachen über euer Feststellungen den anderen über Sexuelle Exklusivität kontrollieren zu wollen in Monogamen Beziehungen. Ihr bringt das so herrlich auf den Punkt. Und deckt auf was mir in der beendeten Beziehung gefehlt hat. Das Reden über Treue und die Gefühle dahinter. Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation.
    Ich glaube nicht das alleine die Angst der andere könnte sexuell Fremd gehen einen Partner dazu bringt sexuelle Treue mit Monogamie gleich zu setzen einzufordern. Meine Ex-Partnerin wollte unbedingt das ich sexuell Monogam mit Ihr lebe und Sie selbst habe keine Probleme rein sexuelle weitere Beziehungen zu pflegen wenn ich nicht da bin. Ihre Weigerung einerseits mir das Selbe auch zu zugestehen und andererseits nach meinem Einverständnis für Sie es nicht tun zu wollen war von ihrer großen Angst getrieben. Angst das ich das selbe für mich eines Tages fordern würde und mich lieber mit Gespielinnen als mit Ihr treffen könnte, so ganz Grob gesagt. Da sind wir wieder bei den Emotionen und der Angst nicht wichtig für den anderen zu sein. Sie wollte nicht Sex verbieten sondern hatte Angst verlassen zu werden weil Sie uninteressant werden könnte. Und das ist ganz wesentlich in Personen die sich selbst nicht genug sind. Das habe ich aus dieser Beziehung gelernt.
    Wenn ich mir selbst genug bin, bin ich mir auch gerne selbst Treu, denke ich. Das gönne ich dann auch gerne anderen und unterstütze sie dabei selbst Treu zu sich selbst zu sein. Auch wenn das bedeutet das die Beziehung darunter erstmal leidet. Dafür kommt es dann hoffentlich gar nicht erst zu emotionalen Versteckspielen die so stark sind das ich mich oder der Partner sich betrogen fühlen könnte.
    Ich find euer Gesprächsniveau Klasse. Macht weiter so!

    1. “Wenn ich mir selbst genug bin, bin ich mir auch gerne selbst Treu” – danke für diesen schönen Satz und das Lob 🙂

      Liebe Grüße
      Flo

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