Über uns

monokultur.fm handelt von der Vielfalt zwischenmenschlicher Beziehungsformen – romantische, platonische, emotionale oder sexuelle. Jeany & Ely finden heraus, wie monogame Beziehungskultur unser Denken und Handeln prägt und ob es einen Weg aus der Konditionierung gibt.

Die beiden behandeln dabei Themen wie Gefühle, Verhaltensmuster und Erwartungen, aber auch Umgang mit der Familie, Begriffsdefinitionen oder Sexpartys. Zusammen mit Interviewpartner*innen werden Herausforderungen in nicht-monogamen Beziehungen von allen Seiten beleuchtet.

Im Format Konstruktiver Krawall besprechen Jeany & Ely Bücher, Serien, Podcasts und anderes. Konstruktiver Krawallist ungeschnitten und erscheint unregelmäßig zwischen den regulären Folgen von monokultur.fm.

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Jeany

Jeany fiel es immer schon schwer, sich in vorgegebene gesellschaftliche Muster einzufügen. Eine lange Zeit fühlte sie sich sehr isoliert mit ihrer Art, immer alles und jeden zu hinterfragen und stieß oft auf Unverständnis – gerade dann, wenn sie mal wieder etwas nicht so hinnehmen wollte, wie es vorgegeben war. “Warum machst du es dir eigentlich immer so schwer?” bekam sie ständig zu hören und zweifelte irgendwann selbst daran, ob nicht sie es ist, die irgendwie “falsch” ist und in keine Schublade passt.

Heute weiß sie, dass sie gar nicht in Schubladen passen muss. Umso schöner, dass es mittlerweile Menschen in ihrem Leben gibt, die ebenso reflektiert und neugierig sind und genau diese Eigenschaften an ihr schätzen.

Sich eingesperrt zu fühlen, gepaart mit einem großen Drang nach Freiheit in allen Lebensbereichen, bestimmte, seit sie denken konnte, ihre Gefühlswelt. Folglich kamen rein monogame Beziehungen für sie nie in Frage – auch wenn sie in Beziehungen zeitweise nicht mehrere (Sex-)Partner*innen hatte, brauchte sie doch immer das Gefühl, frei in ihren Entscheidungen zu sein und Gefühle nicht beschränken zu müssen.

Regeln und Verbote in Beziehungen lösen bei Jeany einen starken Fluchtinstinkt aus. Das bezieht sich auf Liebesbeziehungen, aber auch auf Freundschaften oder Familie. Sobald sie das Gefühl hat, eingeengt zu sein oder in ihrer Freiheit beschnitten zu werden, spürt sie einen so starken Widerstand, dass eine Beziehung nicht möglich ist.

Jeany ist es wichtig zu zeigen, dass es alternative Beziehungen abseits der Norm gibt, dass man nicht verrückt ist, wenn man sich der Norm nicht unreflektiert unterwirft, dass Liebe vielfältig ist und man sich toxischen Beziehungen, in denen z.B. Eifersucht mit Liebe gleichgesetzt wird, nicht aussetzen muss, nur weil es als gesellschaftlich anerkannt gilt.

Gleichberechtigung, Mitgefühl und Ehrlichkeit sind Werte, die für sie im Umgang mit allen Lebewesen essentiell sind. Vegan zu leben ist für sie die logische Konsequenz.

Jeany macht die Beitragsfotos für monokultur.fm.

Ely

Schon als Kind hat sich Ely die Frage gestellt, warum eigentlich immer genau zwei Menschen “zusammen” sind und was eine Freundschaft von einer Partnerschaft unterscheidet. Nachdem er einigen Erfahrungen mit offenen Beziehungen und Polyamorie gemacht hat, war für ihn kurze Zeit “Fuck Love” das Prinzip.

Nach seiner letzten langen und schönen Partner*innenschaft, bei der die (Nicht-)Exklusivität leider immer Reibungspunkt war, begann für ihn das Hinterfragen von gesellschaftlicher Konditionierung erneut. Seitdem liebäugelt er mit dem Begriff “Beziehungsanarchist”, möchte aber in keine Schublade gesteckt werden.

Ely ist sich seiner Privilegien als weißer Cis-Male bewusst und tritt auf allen Ebenen für Gleichberechtigung ein. Den Kampf für Klimagerechtigkeit unterstützt er genauso offen wie den Kampf für eine gerechtere und gewaltfreie Welt. Er ernährt sich vegan, hat ein Faible für Buddhismus und wohnt in Hamburg.